| Zeitraum v. Chr. |
Ereignis |
| Um 1000 v. Chr. | Beginn der Eisenzeit, Einwanderung der Italiker: latinisch-faliskische Gruppe in Latium, Tibertal und um Falerii (sogenannten verbrennende Italiker, da die Toten verbrannt wurden), umbrisch-sabellische in Umbrien, Campanien, Süditalien und Sabinerland (sogenannte bestattende Italiker). |
| Ab 900 v. Chr. | Einwanderung der Etrusker wahrscheinlich aus Kleinasien in das Gebiet zwischen Arno und Tiber. |
| 753 v. Chr. | Sagenhafte Gründung Roms durch Romulus. |
| Um 600 v. Chr. | Gründung des etruskischen Zwölfstädtebundes: Arretium, Caere, Clusium, Cortona, Perusia, Rusellae, Turchuna, Tarquinii, Veii, Vetulonia, Volaterrae, Volsinii, Vulci |
| Um 540 v. Chr. | Seesieg der Etruskter, die mit Karthago verbündet waren, über die Griechen bei Alalia |
| 750- 510 v. Chr. | Herrschaft der sagenhaften 7 Könige: Romulus Numa Pompilius Tullus Hostilius Ancus Marcius Lucius Tarquinius Priscus Servius Tullius Lucius Tarquinius Superbus |
| Um 510 v. Chr. | Abschaffung des Königtums und Beginn der Republik, anfänglich mit zwei Prätoren an der Spitze der Regierung, später mit zwei Konsuln Vertrag zwischen der römischen Republik und Karthago: Anerkennung des karthagischen Handelsmonopols im westlichen Mittelmeer und Garantie der römischen Bundesgenossen durch Karthago |
| 498- 493 v. Chr. | 1. Latinerkrieg: Die Latinerstädte erkennen die Hoheit Roms an, bleiben aber autonom |
| 474 v. Chr. | Seeschlacht bei Cumae: Die griechische Flotte unter Hieron von Syrakus besiegt die Etrusker |
| Um 450 v. Chr. | Zwölftafelgesetz (Leges duodecim tabularum): Unter starkem Einfluß der Gesetze Drakons und Solons in Athen, der Gesetze Minos auf Kreta und dem etrusikischem und römischem Gewohnheitsrecht, Verbot der Ehegemeinschaft zwischen Patriziern und Plebejern. Das Zwölftafelgesetz wird auf 12 Bronzetafeln festgehalten, die auf dem Forum aufgestellt wurden. Tabula I: Zivilprozess Tabula II: Zivilprozess Tabula III: Schuldrecht Tabula IV: Familienrecht Tabula V: Erbrecht Tabula VI: Sachrecht Tabula VII: Immobilien Tabula VIII: Schadensersatz Tabula IX: Verfassungsgrundsätze Tabula X: Bestattung Tabula XI: Eherecht Tabula XII: Verbrechen |
| 445 v. Chr. | Lex Canuleia erlaubt Ehen zwischen Patriziern und Plebejern |
| 443 v. Chr. | Das Amt der Censoren wird erschaffen |
| Um 400 v. Chr. | Keltische Gallier besiedeln Oberitalien |
| 406- 396 v. Chr. | Krieg mit Veji: Rom erobert und zerstört Veji |
| 387 v. Chr. | Eroberung Roms durch die Kelten unter Brennus (Vae vicitis): Nach der vernichtenden Niederlage der Römer an der Allia (18. Juni) nehmen die Kelten Rom ein und brennen die Stadt nieder. Nur das Kapitol bleibt verschont (Sage von den heiligen Gänsen). Nach Zahlung eines Lösegelds ziehen die Kelten ab. |
| Ab 380 v. Chr. | Wiederaufbau der Stadt und Anlage einer Mauer um die sieben Hügel (Servianische Mauer) |
| 379 v. Chr. | Tusculum erhält das römische Bürgerrecht |
| 367 v. Chr. | Leges Liciniae Sextiae: Einführung des Amtes der Konsuln, einer davon kann Plebejer sein. |
| 353 v. Chr. | Caere (Etrurien) wird unterworfen |
| 345 v. Chr. | Sora (Latium) wird als letzte Stadt in Latium unterworfen |
| 343- 341 v. Chr. | 1. Samnitenkrieg: Rom kontrolliert das nördliche Kampanien |
| 340- 338 v. Chr. | 2. Latinerkrieg: Forderung der Latiner nach Gleichberechtigung wird von Rom abgelehnt. Danach Unterwerfung der latinischen Städte Die in einer Schiffsschlacht erbeuteten Schiffsschnäbel werden auf der Rostra aufgestellt. |
| Ab 312 v. Chr. | Bau des Aqua Appia, des ersten Aquädukts Roms |
| 326- 304 v. Chr. | 2. Samnitenkrieg: Auslöser ist die Hilfe Roms für Neapel. Anfangs erleiden die Römer Niederlagen (Schlacht an den Kadaunischen Pässen, Unterjochung der römischen Heeres). Ab 312 Bau der Via Appia von Rom nach Capua, Sieg in der Schlacht am Vadimonischen See über die mit den Samniten verbündeten Etrusker, Einkreisung der Samniten mit wehrhaften Kolonien. Ende des Krieges durch die Einnahme von Bovanium, der samnitischen Hauptstadt, im Jahr 304. |
| 300 v. Chr. | Lex Ogulnia: Plebejer erhalten Zugang zu allen Priesterämtern |
| 298- 290 v. Chr. | 3. Samnitenkrieg: Die Samniten verbündeten sich mit anderen Stämmen, wie den Umbriern, den Sabineern, den Lukanern, den Etruskern und den Kelten, und versuchten die römischen Herrschaft abzuschütteln. Eroberung von Bovanium durch die Römer 308, Sieg über die Samniten 295 bei Sentium in einer verlustreichen Schlacht. 290 erfolgt der Friedensschluss. Rom beherrscht nun Mittelitalien. |
| 287 v. Chr. | Lex Hortensia: Gleichstellung der Patrizier mit den Plebejern |
| 283 v. Chr. | Schlacht am Vadimonischen See: Endgültige Unterwerfung der Etrusker |
| 282- 272 v. Chr. | Tarentinischer Krieg: Auslöser war ein Überfall auf eine römische Flotte im Hafen von Tarent, den diese eigentlich nicht anlaufen durfte. Tarent ruft König Pyrrhus von Epirus zu Hilfe. Dieser versucht nun sein Reich in Süditalien zu erweitern. Pyrrhus landet mit 20.000 Söldnern, 3.000 Reitern und 26 Kriegselefanten in Süditalien. In der Schlacht von Heraclea 280 versetzt ein verwundeter Kriegselefant seine Artgenossen in Panik und verhindert den vollständigen Sieg des Pyrrhus. In der Schlacht von Ausculum 279 siegt Pyrrhus wiederrum unter hohen eigenen Verlusten. In der Folge verbündet sich Rom mit Karthago, das eine Hilfsflotte nach Ostia entsendet. In der Zeit von 278 bis 275 erobert Pyrrhus darauf fast ganz Sizilien. Nur Liybaeum bleibt den Karthagern. Die Schlacht von Beneventum 275 endet unentschieden. Durch die hohen eigenen Verluste und die Einigkeit Roms und seiner Verbündeten muß Pyrrhus den Krieg beenden und nach Epirus zurückkehren. Rom besiegt in der Folge die Samniten, Tarent und den Rest von Magna Graecia. Damit beherrscht Rom im Prinzip die italienische Halbinsel. Das Sprichwort des "Pyrrhussiegs" ist durch Siege des Pyrrhus mit hohen eigenen Verlusten entstanden. |
| 264- 241 v. Chr. | 1. Punischer Krieg: Auslöser ist die Hilfe der Römer für die in Messina ansässigen Mamertiner, ehemaligen italischen Söldnern. Darauf stellte Karthago den Römern ein Ultimatum zum Rückzug ihrer Truppen. Dieses lies Rom verstreichen, worauf Karthago die Stadt Messina belagerte. Hieron II. von Syrakus verbündet sich mit den Karthagern. Die Römer entsandten ein Heer nach Sizilien und erangen anfänglich einige Erfolge vor allem gegen Hieron II. von Syrakus. 263 schließt Hieron II. von Syrakus Frieden mit Rom. 262 erobert Rom die Stadt Akragas. Ab 261 versucht Karthago den Krieg nach Festlanditalien zu tragen, in dem es Küstenlandstriche plündert. Rom baut daraufhin eine Flotte. Die erste Seeschlacht 260 verliert Rom bei den liparischen Inseln. Aber schon in der zweiten Seeschlacht bei Mylae vernichtet Rom die karthagische Flotte. Hauptgrund dürfte die Einführung der Enterbrücken (Raben) gewesen sein, die es den Römern ermöglichte ihre überlegene Infanterie in einer Seeschlacht einzusetzen. 259 erobert die Römer unter Lucius Cornelius Scipio die Insel Korsika, worauf Karthago Sardinien fast vollständig aufgab. 258 verloren die Römer die Landschlachten auf Sizilien, gewannen aber die Seeschlachten. Ab 256 versuchten die Römer den Krieg nach Afrika zu tragen. In der Seeschlacht bei Eknomon siegen die Römer, das Friedensangebot der Karthager lehnte Rom ab. Die römischen Truppen landen nun bei Aspis in Nordafrika. Nach dem Winter erleiden die Römer bei Tynes eine vernichtende Niederlage. In einem Sturm sind 300 römische Schiffe gesunken. Danach ermüdet der Krieg bis ins Jahr 251. Karthago entsendet eine neue Armee nach Sizilien. Hauptkampfplatz ist die Stadt Liylbaeum. Durch eine verlorene Seeschlacht bei Drepana und einen Sturm verlieren die Römer zwei weitere Flotten. Ab 247 übernimmt der Karthager Hamilkar Barkas den Oberbefehl in Sizilien. Er erzielt Erfolge und erobert verlorenes Terain zurück. Rom baut auf Kosten einer Privatanleihe eine weitere Flotte und siegt 241 in der Seeschlacht bei den Ägatischen Inseln. Karthago bittet danach um Frieden. Der Frieden sieht vor, daß Karthago Sizilien räumt und 3200 Talente über 10 Jahre verteilt an Rom zahlen muß. |
| 241 v. Chr. | Sizilien wird erste römische Provinz |
| 238 v. Chr. | Sardinien und Korsika werden römische Provinzen |
| ab 225 v. Chr. | Rom erobert Oberitalien |
| 215- 205 v. Chr. | 1. Makedonischer Krieg |
| 218- 201 v. Chr. | 2. Punischer Krieg: Karthago hat unter der Führung von Hamilkar Barkas nach dem ersten punischen Krieg und dem Verlust von Sizilien und Sardinien als Ersatz angefangen Spanien zu unterwerfen. Nach dem Tod von Hamilkar Barkas führte sein Schwiegersohn Hasdrubal dessen Politik weiter. Zentrum der karthagischen Macht in Spanien wird die Neugründung Carthago Nova. Im Jahr 226 v. Chr. schlossen Rom und Karthago einen Vertrag, der den nordspanischen Fluß Ebro als Grenze der römischen und karthagischen Interessen festlegte. Nach der Ermordung Hasdrubals wurde Hannibal, der Sohn von Hamilkar Barkas, der Führer der Karthager in Spanien. Hannibal fing im Jahr 219 v. Chr. die Stadt Sagunt zu belagern. Obwohl die Stadt im Interessengebiet der Karthager lag, war Rom der Meinung, dass Sagunt mit Rom verbündet sei und verboten Hannibal die Eroberung der Stadt. Hannibal belagert die Stadt weiterhin und konnte sie nach acht Monaten Belagerung einnehmen. Der römische Senat forderte daraufhin von Karthago die Auslieferung von Hannibal, was Karthago ablehnte und zur Kriegserklärung Roms führte. Hannibal entschied sich für eine offensive Strategie und überschritt 218 v. Chr. mit einem Heer von etwa 50.000 Fußsoldaten, 9.000 Reitern und 39 Kriegselefanten die Alpen. Die Römer hatten und Publius Cornelius Scipio versucht Hannibal an der Rhone abzufangen. Als klar wurde, dass Hannibal die Rhone schon überschritten hatte, schiffte sich Scipio mit dem Großteil seines Heeres ein und wollte sich am Po zur Schlacht stellen. Am Fluß Ticinus kam es zu einem ersten kurzen Gefecht, in dem Hannibal siegte. Im Dezember traf Hannibal dann am Fluß Trebia auf die vereinigten Heere der Konsuln Publius Cornelius Scipio und Tiberius Sempronius Longus und fügte den Römern hohe Verluste zu. Im folgenden Jahr zog Hannibal weiter nach Süden und vernichtete am Trasimenischen See das Heer des Konsuls Gaius Flaminius. Danach wurde Quintus Fabius Maximus zum Diktator gewählt und führte eine neue Strategie gegenüber Hannibal ein. Er wich einer Schlacht aus, blieb aber mit seinem Heer immer in der Nähe der Karthager. Diese Strategie, mit der nicht alle römischen Politiker einverstanden waren, brachte im den Beinamen Cunctator (Zauderer) ein. Im Jahr 216 v. Chr. wollte Hannibal die Römer zu einer Schlacht zwingen und plünderte deshalb die Staddt Cannae. Die Römer stellten gegen Hannibal ein große Armee auf, die aus ca. 80.000 Fußsoldaten und 6.000 Reitern bestand und von den beiden Konsuln Lucius Aemilius Paulus und Gaius Terentius Varro befehligt wurden. Am 2. August kam es bei Cannae zu Schlacht, in der Hannibal einen Großteil der römischen Armee vernichtete. Diese Schlacht ging in die Kriegsgeschichte als Beispiel einer Umfassungsschlacht ein. In der Folge gingen einige Städte zu Hannibal über, wie zum Beispiel Capua. Die meisten Bundesgenossen blieben aber Rom treu. Hannibal schloss in der Zwischenzeit Bündnisse mit Philipp V. von Makedonien, der Stadt Syrakus und dem Numiderkönig Massinissa. Die Römer konnten aber sowohl in Sizilien als auch in Spanien einige Erfolge erzielen. Hannibal versucht in Italien weitere Städte zu erobern. Während er die Festung von Tarent belagert, greifen die Römer Capua an. Hannibal wendet sich daraufhin nach Rom, um Capua zu retten („Hannibal ante portas“), was allerdings nicht gelingt. In den folgenden Jahren zog sich der Krieg dahin und keine Seite konnte entscheidende Vorteile erzielen. In Spanien allerdings hat der gleichnamige Sohn des Publius Cornelius Scipio als 25-jähriger das Kommando übernommen und konnte die Karthager immer weiter zurückdrängen und 209 v. Chr. Carthago Nova erobern. In der Folge trug er den Krieg nach Nordafrika und dort trafen Scipio und Hannibal im Jahr 202 v. Chr. bei Zama aufeinander. Scipio siegte und damit war der Krieg entschieden. Karthago musste alle Besitzungen außerhalb Afrikas abgegeben, die Kriegsflotte auf 10 Triremen verringern und 10.000 Talent Silber innerhalb von 50 Jahren an Rom zahlen. Außerdem durfte Karthago nur noch mit Genehmigung der Römer Krieg führen. |
| 200- 197 v. Chr. | 2. Makedonischer Krieg |
| 197 v. Chr. | Spanien wird römische Provinz: Hispania citerior und Hispanie ulterior |
| 191 v. Chr. | Errichtung der Provinz Gallia cisalpina |
| 179- 168 v. Chr. | 3. Makedonischer Krieg |
| 148 v. Chr. | Makedonien wird römische Provinz |
| 149- 146 v. Chr. | 3. Punischer Krieg |
| 146 v. Chr. | Karthago und Korinth werden zerstört Afrika und Griechenland werden römische Provinzen |
| 133 v. Chr. | Asia wird römische Provinz, nachdem Attalos III. sein Reich testamentarisch Rom vermachte Reformen des Tiberius Grachus und Tod desselben |
| 125- 121 v. Chr. | Eroberung Südgalliens und Errichtung der Provinz Gallia transalpina |
| 123- 121 v. Chr. | Gaius Grachus Volkstribun, 121 Tod desselben |
| 112- 106 v. Chr. | Jugurthinischer Krieg |
| 102 v. Chr. | Sieg des Gaius Marius über die Teutonen bei Aquae Sextiae |
| 113- 101 v. Chr. | Krieg gegen die Kimbern und Teutonen |
| 101 v. Chr. | Sieg des Gaius Marius über die Kimbern bei Vercellae |
| 91- 88 v. Chr. | Bundesgenossenkrieg |
| 88- 85 v. Chr. | 1. Mithridatischer Krieg |
| 83- 81 v. Chr. | 2. Mithridatischer Krieg |
| 82- 79 v. Chr. | Diktatur Sullas |
| 77- 71 v. Chr. | Krieg gegen Sertorius in Spanien |
| 73- 71 v. Chr. | Spartakusaufstand |
| 67 v. Chr. | Piratenkrieg |
| 74- 63 v. Chr. | 3. Mithridatischer Krieg |
| 60 v. Chr. | 1. Triumvirat: Gaius Julius Caesar, Gnaeus Pompeius und Marcus Licinius Crassus |
| 59 v. Chr. | 1. Konsulat von Gaius Julius Caesar |
| 52 v. Chr. | Schwere Unruhen in Rom: Pompeius Consul sine collega |
| 58- 51 v. Chr. | Eroberung Galliens durch Caesar |
| 48 v. Chr. | Sieg Caesars bei Pharsalos |
| 46 v. Chr. | Schlacht bei Thapsus, Einführung des julianischen Kalenders, Caesar Diktator auf 10 Jahre |
| 49- 45 v. Chr. | Bürgerkrieg |
| 45 v. Chr. | Schlacht bei Mundia |
| 44 v. Chr. | Caesar Diktator auf Lebenszeit, Ermordung an den Iden des März (15. März) |
| 43 v. Chr. | 2. Triumvirat: Gaius Octavius, Marcus Antonius, Marcus Aemilius Lepidus |
| 42 v. Chr. | Schlacht bei Philippi, Sieg des Antonius über die Mörder Caesars |
| 31 v. Chr. | Schlacht von Actium: Niederlage des Antonius und Kleopatras |
| 28 v. Chr. | Octavian wird erster Bürger (Princeps) |
| 27 v. Chr. | Neuordnung des römischen Staates und Verleihung des Ehrennamens Augustus |